Interview mit Fredrik Lagerkvist: Nachhaltigkeit landet in Baumwolle

,

Nachhaltigkeitsthemen sind für die schwedische Wäsche- und Textildienstleistungsbranche wichtig. Die Optimierung von Wasser, Energie und Chemikalien ist für die zugelassenen Wäschereien mit T-Label selbstverständlich. Jetzt prüfen die Unternehmen auch die Verwendung von Baumwolltextilien. Der Wald und die recycelten Fasern können zu neuen Baumwollfeldern werden.

- Der Anbau von Baumwolle ist sehr ressourcenintensiv. Der World Wildlife Fund WWF schätzt, dass für die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle bis zu 29 Liter Wasser benötigt werden. Der Anbau nimmt auch große Flächen ein und erfordert große Mengen an Pestiziden, erklärt Fredrik Lagerkvist, CEO des Textildienstleistungspartners Textilia, der bei der Entwicklung umweltfreundlicher Textilien eine Vorreiterrolle spielt.

Zwei alternative Routen

Textilia arbeitet hauptsächlich mit zwei neuen Spuren - Textilien aus Holzfasern und Textilien aus recycelten Fasern aus Baumwolle und Polyester. Kunden, nicht zuletzt in den Bezirksräten, haben großes Interesse gezeigt. Natürlich ist das Thema Nachhaltigkeit interessant, aber auch, dass die neuen Textilien manchmal noch besser sind.

- Es wird angenommen, dass umweltfreundlich grau, hart und quadratisch bedeutet. So ist es nicht. Zum Beispiel haben wir ein Handtuch in einer Mischung aus Polyester und Holzfasern. Es macht nicht nur einen geringeren Umwelteindruck während der Herstellung, sondern trocknet auch schneller im Trockner. Es senkt unseren Energieverbrauch. Das Handtuch hat auch eine bessere Saugfähigkeit als Baumwollfrottee und wird von vielen als weicher empfunden, sagt Fredrik Lagerkvist.

Bequeme Argumente Neue Holzfasern benötigen 90 Prozent weniger Wasser als Baumwollfrottee und weniger Chemikalien. Bereits dieses Wissen kann sich für Käufer und Nutzer angenehm anfühlen. Bei langen Trainingseinheiten ist zweifellos auch der Komfort entscheidend. Immerhin sind die Argumente sehr überzeugend. Denn die Alternativen müssen kommen, betont Fredrik Lagerkvist.

- Es gibt eine Grenze für die Produktion von Baumwolle. Wir nähern uns "Peak Cotton".

Die Volumenprodukte wirken

Textilia arbeitet aktiv daran, die Alternativen seiner Volumenprodukte vorzustellen. Es gibt direkt die größte Umweltbelastung. Alternative Zellulose ist heute in von Textilia bereitgestellten Personalkleidung, Bettwäsche und Frotteetüchern erhältlich. Recycelte Baumwolle ist in Ziehfolien und recyceltes Polyester in Bett- und Frottee erhältlich.

- Wir haben lange Vereinbarungen mit unseren Kunden, oft 6-8 Jahre. Viele dieser Vereinbarungen wurden unterzeichnet, bevor es Alternativen gab, und natürlich werfen wir keine funktionellen Kleidungsstücke. Es wäre wirklich schlecht für die Umwelt. Während die Vereinbarungen neu geschrieben werden, führen wir Alternativen ein, die eine geringere Umweltbelastung haben. Im Dialog fühlen wir uns erfolgreich. Ich denke, dass wir im Laufe der Zeit die meisten unserer Textilien durch neue Alternativen ersetzen können.

Schließt den Zyklus

Textilia wäscht täglich 100 Tonnen und wirft ein Jahr lang 100 Tonnen Textilien weg. Eine wichtige Frage ist, ob diese recycelt werden können, um den Zyklus zu beenden. Heute ist es möglich, reine Baumwolle und reines Polyester zu recyceln. Material mit recycelten Fasern findet somit im Sortiment von Textilia statt. Viele vorhandene Kleidungsstücke bestehen jedoch aus einer Mischung von Fasern. Dann wird es sofort viel komplizierter.

- Technisch ist es unglaublich schwierig, Textilien mit unterschiedlichen Fasern zu recyceln. Sie müssen getrennt werden. Durch unseren erfahrenen Textilmanager sind wir an einer Reihe von Projekten beteiligt, die daran arbeiten, eine energieeffiziente Lösung zu finden. Es sind ein paar Jahre bis dahin, aber es ist ein großer Schritt nach vorne, wenn uns dies in der Wäsche- und Textildienstleistungsbranche gelingt.

Für Ulf Silfverström erzählt

25% RUT-Abzug auf Wäsche